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http://www.vdi-nachrichten.com/vdi_nachrichten/aktuelle_ausgabe/akt_ausg_detail.asp?source=rubrik&cat=1&id=12140ftp://ftp.zew.de/pub/zew-docs/docus/dokumentation0303.pdfArbeitsmarkt-Studie: Zur Linderung des Ingenieurmangels sollten verstärkt bildungsferne Schichten fürs Studium begeistert werden  
VDI nachrichten, 23.5.2003

Die soziale Herkunft entscheidet in Deutschland mehr als in anderen Ländern über akademische Karrieren. Die Folge: Bildungschancen bleiben ungenutzt, Ingenieur- potenziale liegen brach.

Menschen aus sozial schwachen Schichten haben eine höhere Affinität zur Technik als Leute aus gehobenen Bildungsschichten. Paradox: Studenten aus sozial schwachen Familien studieren später nur selten technische Fächer. Um den Mangel an Ingenieuren und Naturwissenschaftlern zu lindern, sollten Kinder aus diesen sogenannten
„bildungsfernen“ Schichten verstärkt für ein Technikstudium motiviert werden, so das Ergebnis einer Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und des Hochschul-Informations-Systems (HIS).
Haben Mitte der 90er Jahre jährlich noch rund 48 000 Ingenieure ihr Studium an einer deutschen Hochschule abgeschlossen, so waren es im Jahr 2001 nur noch rund 33 500 Ingenieure. Nach einer Prognose der Kultusministerkonferenz werden die Absolventenzahlen bis 2006 nur geringfügig steigen. „Diese Entwicklung ist vor allem deshalb Besorgnis erregend, weil Deutschland im internationalen Vergleich ohnehin eine sehr geringe Akademikerquote und eine Unterbesetzung der technikorientierten Stellen aufweist“, sagt Jürgen Egeln vom ZEW.
Die Chancen für Kinder von Eltern mit geringem Bildungsstand und niedrigem Einkommen, eine Hochschule zu besuchen, sind – im Vergleich zu anderen Industrieländern – weiterhin sehr gering. Von 100 Kindern hoher sozialer Herkunft erreichen 84 die gymnasiale Oberstufe und 72 beginnen ein Hochschulstudium. Von 100 Kindern aus der unteren sozialen Herkunftsgruppe treten dagegen nur 33 in eine gymnasiale Oberstufe ein und nur acht nehmen ein Studium auf. Egeln: „In diesen Unterschieden drücken sich nicht Begabungsunterschiede aus, sondern die mangelhafte Fähigkeit des deutschen Schulsystems, die elternhausbedingten unterschiedlichen Voraussetzungen durch entsprechende Förderung wettzumachen.“
Für den ZEW-Mitarbeiter ist das niedrige Einkommen der Eltern im Vergleich zum Bildungsstand eher unbedeutend, weil „das Studium hierzulande nichts kostet und es zudem mit dem Bafög ausreichend gefördert wird“. Die auf breiter öffentlicher Front geforderten Studiengebühren seien wenig sinnvoll, da dann noch weniger Studenten aus schwachen sozialen Schichten eine akademische Ausbildung beginnen könnten. Die Wurzel allen Übels läge im Schulsystem, das den Wechsel von einem Schultyp zum anderen nahezu unmöglich macht, sowie in der frühen Festlegung auf eine Schullaufbahn.
Dabei könnte die Ausgangslage kaum besser sein. Gerade Studienanfänger aus bildungsfernen Schichten entscheiden sich oft für technische Studiengänge an Fachhochschulen. Das Studium an einer FH dauert in der Regel nur halb so lang wie das an einer Universität. Deshalb tendieren laut Egeln Leute aus unteren Schichten, die rasch Geld verdienen müssen, eher zu dieser zeitlich kürzeren Variante.
Bildungsforscher Prof. Klaus Klemm spricht sich für ein stärkeres finanzielles Engagement im Kindergarten- und Grundschulbereich aus. Jene Regionen oder Stadtteile sollten „über das normale Maß hinaus“ gefördert werden, in denen ein hoher Anteil bildungsferner Familien lebt, um dort die Betreuung zu intensivieren. „Die Schulstudien Iglu und Pisa verdeutlichen, dass wir in Deutschland bei der Überweisung ins gegliederte System in ungeheurem Maße wirtschaftliche Ressourcen vergeuden. Viele Kinder werden in ihrem Potenzial ausgebremst.“
Eine sozial gerechtere Auffrischung des Schulsystems gäbe es aber nicht zum Nulltarif, betont Klemm. „Würden wir unsere Bildung etwa auf schwedisches Niveau heben wollen, würden wir rund 24 Mrd. €  jährlich mehr investieren müssen.“ PETER ILG/ws
  



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