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http://www.zeit.de/2005/06/Glosse_2f6Es liegt nahe, das Bild vom Bock, der zum Gärtner gemacht wird: Ausgerechnet Microsoft hat die Initiative »Deutschland sicher im Netz« ins Leben gerufen – jene Firma, die alle paar Monate ein weiteres Sicherheitsloch in ihrem Betriebssystem Windows mit einem neuen patch (deutsch: Flicken) stopfen muss. Wirtschaftsminister Clement und Bayerns Ministerpräsident Stoiber umgarnten Microsoft-Gründer Bill Gates am Montag in Berlin und hoben mit ihm die Initiative aus der Taufe.
Aber Microsoft ist nicht für all das Böse verantwortlich, das aus dem Netz droht. Dass man per Tastendruck eine Werbemail für fragwürdige Potenzmittelchen an Millionen Nutzer in der ganzen Welt verschicken kann, ist im Wesen des E-Mail-Systems begründet, das wir alle nicht mehr missen wollen. Und dass Bösewichter in andere Computer einbrechen können, liegt an der Vernetzung – das Windows-System suchen sich die Hacker aus, weil es das verbreitetste ist. Deshalb ist es richtig und wichtig, dass Microsoft endlich der Sicherheit oberste Priorität gibt.
Nach Hype und Ernüchterung ist das Netz zum ernsthaften Wirtschaftsfaktor geworden – fatal, wenn es jetzt den Ruf eines unsicheren Mediums bekäme. Die Akzeptanz der EMail steht schon auf der Kippe, weil Werbemüll zunehmend wichtige Nachrichten zu verschütten droht. Ein großer Internet-Hack mit wirtschaftlichen Folgen könnte dem immer noch zarten Pflänzchen E-Business einen empfindlichen Dämpfer verpassen.
Die Träger der neuen Sicherheitsinitiative haben in München in der Manier sozialistischer Planwirtschafts-Rituale feierliche Selbstverpflichtungen abgegeben. Auch wenn Ideen wie der Druck von »Sicherheitsfibeln« für den Mittelstand, den Microsoft und SAP geloben, sich angesichts der Risiken rührend ausnehmen – ein Schritt in die richtige Richtung ist es doch.
Aber Microsoft ist nicht für all das Böse verantwortlich, das aus dem Netz droht. Dass man per Tastendruck eine Werbemail für fragwürdige Potenzmittelchen an Millionen Nutzer in der ganzen Welt verschicken kann, ist im Wesen des E-Mail-Systems begründet, das wir alle nicht mehr missen wollen. Und dass Bösewichter in andere Computer einbrechen können, liegt an der Vernetzung – das Windows-System suchen sich die Hacker aus, weil es das verbreitetste ist. Deshalb ist es richtig und wichtig, dass Microsoft endlich der Sicherheit oberste Priorität gibt.
Nach Hype und Ernüchterung ist das Netz zum ernsthaften Wirtschaftsfaktor geworden – fatal, wenn es jetzt den Ruf eines unsicheren Mediums bekäme. Die Akzeptanz der EMail steht schon auf der Kippe, weil Werbemüll zunehmend wichtige Nachrichten zu verschütten droht. Ein großer Internet-Hack mit wirtschaftlichen Folgen könnte dem immer noch zarten Pflänzchen E-Business einen empfindlichen Dämpfer verpassen.
Die Träger der neuen Sicherheitsinitiative haben in München in der Manier sozialistischer Planwirtschafts-Rituale feierliche Selbstverpflichtungen abgegeben. Auch wenn Ideen wie der Druck von »Sicherheitsfibeln« für den Mittelstand, den Microsoft und SAP geloben, sich angesichts der Risiken rührend ausnehmen – ein Schritt in die richtige Richtung ist es doch.



